Bericht zum 10-jährigen Jubiläum „Am Ende der Welt gibt es nur Giraffen“

Der Förderverein OWANAHEDA bietet buntes Programm zum 10-jährigen Jubiläum in der Fabi

Schön bunt soll die Rassel werden, die Lena-Sophie mit Hilfe ihrer Mutter aus einer leeren Getränkedose, ein paar Erbsen und etwas Klebeband gebastelt hat. „Jetzt noch rote Sterne aufkleben“, wünscht sich die Neunjährige, dann ist das Spielzeug aus vermeintlichem Müll fertig.

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens lud der Förderverein OWANAHEDA – Hand in
Hand für Namibia e.V. am Sonntag zum Familientag in die Familienbildungsstätte ein. Die Idee Spielzeug aus Alltagsgegenständen zu basteln, haben die Mitglieder von ihren Reisen nach Namibia mitgebracht. Neben Vorträgen über die Situation in Namibia und die Vereinsarbeit der letzten 10 Jahre, waren es vor allem die Mitmach-Aktionen, die im Besonderen bei den kleinen Besuchern des Festes gut ankamen.

So wurde die Turnhalle in einen Dschungel mit lauter Wildtiergeräuschen verwandelt, den viele Kinder zum Toben und Spielen nutzten. Als jedoch eine echte Giraffe durch die Steppe lief, wurden alle Kinder ganz aufmerksam. Geschichtenerzählerin Ruth Sondermann und Akteure des Märchenmobils erzählten afrikanische Märchen und nahmen die Kinder und Erwachsenen mit auf eine Reise ans Ende der Welt. Bevorteilt durch ihre Größe wollte die Giraffe die anderen Tiere Afrikas im Glauben lassen, dass es am Ende der Welt nur Giraffen gibt. Nach einigen Diskussionen mit den Kindern im Publikum, welches Tier am Ende der Welt lebt, beantwortete eine kleine Raupe die Frage zum Wohlwollen aller Tiere: Auf den Kopf der Giraffe geklettert, konnte sie nicht nur eines, sondern alle Tiere Afrikas sehen.

Familientag OWANAHEDA

Mit Freude über das gelungene Mitmach-Märchen nutzen die Akteure des Märchenmobils die Möglichkeit für einen Tag nach Afrika zu reisen. Mit Hilfe einer Green-Box-Fotoaktion
konnten sich die Besucher vor verschiedenen Kulissen Afrikas ablichten lassen. Gerade noch in der Namib-Wüste oder vor den Viktoria-Fällen, fanden sich die Familien plötzlich auf einer Tiersafari wieder.

Der Förderverein OWANAHEDA, der sich für unterprivilegierte Kinder in Namibia einsetzt, konnte in den letzten zehn Jahren durch Patenschaftsvermittlungen und verschiedene Veranstaltungen wie Benefizkonzerte und Basare Spendengelder in Höhe von 82.512 € nach Namibia überweisen. Mit seinen Partnergruppen vor Ort konnten so 61 Kindern der Schulbesuch ermöglicht und 3 Suppenküchen finanziell unterstützt werden. Auch bei der jetzigen Jubiläumsfeier soll der Erlös den Projekten in Namibia zu Gute kommen. So sorgte eine Cafeteria und ein dem namibischen Straßenmarkt nachgeahmter Grill auf einem Einkaufswagen für das leibliche Wohl der Gäste. Unterstützt wurden die aktiven Mitglieder von OWANAHEDA von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer, bei denen sich der Förderverein für die sehr gelungene Veranstaltung ganz herzlich bedanken möchte.

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